Elbefahrt des SRC 2008

Auf Einladung unseres ältesten, noch aktiven Ruderkameraden trafen sich am 10.05.08 7 Ruderkameraden in Pirna zum Auftakt der diesjährigen Elbefahrt. Die Planung und Vorbereitung wurde bereits im milden Winter 2007 begonnen. Da wir die Fahrt bereits 2006 schon einmal unternommen hatten, war es diesmal nicht allzu schwer mit der Kilometereinteilung. Da sich die Fahrtzeit aber nur auf die Ferienzeit beschränkte, machten sich teilweise andere Teilabschnitte notwendig:

1.09.05.2008Vorbereitung und Boote verladen
2.10.05.08Anreise nach Pirna
3.11.05.08Pirna - Decin mit dem Pkw
4.11.05.2008Decin – Pirna47km
5.12.05.2008Pirna – Diesbar59km
6.13.05.2008Diesbar – Torgau62km
7.14.05.2008Torgau – Coswig / Anhalt82km
8.15.05.2008Coswig / Anhalt– Barby55km
9.16.05.2008Barby – Madgeburg22km
Von 12 Teilnehmern wurde ausgegangen nachdem, sich 2 RK als Bauherren verabschiedet und die nächsten beiden nicht vom Arbeitgeber frei bekamen, waren wir nur noch 8 RK. Kurz vor Fahrtbeginn verabschiedete sich ein weiterer RK von Wiking Berlin, und zum Verladetermin waren wir nur noch 7 RK. Also wurde 1 Vierer und ein Zweier ohne verladen. Die Reise nach Pirna ins Bootshaus vom Pirnaer Ruderverein von 1872 verlief problemlos. Gegen 1800 Uhr trafen sich alle Teilnehmer beim Bier und Essen. Am Pfingstsonntag begann die Fahrt in Decin.
Die Boote wurden angeschlagen, und die Vorbereitung zur Abfahrt wurde getroffen. Nachdem der Vierer und der Zweier bereits im Wasser lagen und die Vierermannschaft im Boot saß, kam einem RK aus dem Zweier der Einfall, ohne ein vernünftiges gezapftes tschechisches Bier können wir nicht ablegen.
Alle bis auf unseren Gerd aus Köln, der die Bootswache freiwillig übernahm, strebten die übrigen RK der einzigen Gaststätte entgegen, die ab 1100 Uhr geöffnet hatte.
Nach dieser Einlage begann dann die Fahrt bei herrlichem Sonnenschein durch die Sächsische Schweiz zunächst bis Rathen, hier hofften wir, mit der Fähre auf die gegenüberliegende Elbseite zu wechseln, um bei einem Bäcker „Eierschecke“ zu essen. Diesen Gedanken haben wir schnell vergessen, da die Schlange zur Fähre in 6er Reihen bis zur Uferstrasse sich entlang streckte. In der Gaststätte neben dem Parkplatz bekamen wir erstaunlicherweise für 7 Personen Platz, und es wurde hier eine gemütliche Kaffeepause gemacht, bis es an der Bastei vorbei nach Pirna ging.
Nochmals wurden feste und flüssige Nahrung und die Betten getestet. Am Pfingstmontag ging die Fahrt bei herrlichem Wetter an der Kulisse von Pillnitz und Dresden zum Mittag nach Radebeul. Hier wurden wir von freundlichen Angehörigen mit sächsischer Wein empfangen und in einem Gartenlokal in Kötzschenbroda speisten wir im Schatten. Am Nachmittag ging die Fahrt weiter an Meißen vorbei bis Niederlommatzsch. Dort hatte der Landdienst die Motorbootfahrer davon überzeugt, dass wir die Boote an ihrem Steg festmachen konnten.
Mit der Fähre ging es dann nach Diesbar-Neuseußlitz ins wunderschöne Quartier. Leider waren in der Umgebung alle Gaststätten am Pfingstmontag (wegen Reichtum) geschlossen, und wir mussten zum Abendbrot unsere Reserven angreifen. Mit der freundlichen Unterstützung unseres Quartiervaters, der uns am nächsten Tag zur Fähre begleitete, wurde auch diese Situation gemeistert. Der Fährmann setzte uns ohne Bezahlung über, er nimmt vom echten Wassersportler kein Geld. Weiter ging die Reise bis nach Torgau, wo uns der Herr Vogler empfing und wir unsere Lumas im großen Sitzungsraum hinlegten. Nach dem Duschen und Feinmachen ging es in den Ratskeller zum Abendessen. Auf dem Rückweg ist dann unser RK Gerd schwer gestürzt, aber am nächsten Tag konnte er die Fahrt nach Coswig wieder aufnehmen. Das Wetter hat sich auch an diesem Tag wieder von seiner besten Seite gezeigt, und der Landdienst hat in Prettin an der Fähre gestanden und uns begrüßt. In Gallin wollten wir zu Mittag speisen, aber der Landdienst hatte uns rechzeitig verständigt, dass das „Schiffchen“ (wegen Reichtum) Mittwoch und Donnerstag seine Stühle nicht belegen will und wir bis Elster durchfahren müssen. Hinter dem Kanuverein, übrigens Anlegen neben einer Betonschräge, leider kein Steg vorhanden, gibt es eine sehr zuvorkommende Gaststätte, die zwar ab 14 Uhr auch ihre Pforten schließt, aber für uns extra noch vorzügliche Speisen und Getränke bereitstellte. In Coswig/Anhalt erwartete uns eine große Neuigkeit, denn hier konnten wir in eingeschossigen Betten schlafen, und wir benötigten nur unseren Schlafsack. Die Dusche funktionirte hier nur gegen 50 Cent Stücke, diese galt es zu besorgen. Auf die Küche war sogar unsere Frau scharf, denn sie war wunderschön. Unmittelbar neben unserem Quartier wurde großflächig Heu gemacht, und zuerst waren Mäusebussarde und der Milan zur Mahlzeit versammelt. Frühmorgens haben sich zahlreich Störche den Magen vollgehauen. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging die Fahrt weiter vorbei an Rosslau, Dessau und Aken bis nach Barby. Unmittelbar neben der Fähre am Kanusteg wurden die Boote an Land getragen und auf dem Gelände des Kanuvereins abgelegt. Unmittelbar neben der Rehaklinik wohnten wir in einem preiswerten 4 Sterne Quartier mit bestem Frühstück, bestens für Ruderer hergerichtet mit eigener Hausschlachtung.

So schön haben wir noch nie übernachtet! Abendbrot haben wir in einer Gaststätte, die extra für uns geöffnet wurde, 500 m vom Quartier entfernt eingenommen.

Am nächsten Morgen wurden die Boote wieder vom Kanuverein zu Wasser getragen und der Elbe zur nächsten Etappe übergeben. Über Schönebeck ging es bis Magdeburg und im alten Bootshaus vom Magdeburg Süd-Ost wurden die Boote verladen. Dann wurde die Heimreise angetreten.

Wir hoffen, dass sich nach so vielen schönen Erlebnissen wieder Ruderkameraden finden, die eine solche herrliche Fahrt vorbereiten und durchführen.

Zur Erleichterung bei der Planung fügen wir unsere Übernachtungsadressen an:

Adressen der Übernachtungen zur Elbefahrt 2008

1.+2. Übernachtung

Pirnaer Ruderverein
An der Elbe 11
Telefon: 03501 44 61 51

3. Übernachtungg

Pension am Anker
01612 Diesbar- Neuseußlitz
Siedlung 1
Telefon : Herr Münch 035267 500 47

4. Übernachtung

Bootshaus Torgau
Telefon: Herr Vogler 03421 710 926

5. Übernachtung

Bootshaus der Kanuten in Coswig
Oberhalb der Fähre
Telefon: Herr Lewerenz 034903 63395

6. Übernachtung

Pension „ Zuhause in Barbogi“
Barby
Birkenweg 5
Telefon: Herr Lüderitz 039298 28821

--> Bilder von der Elbefahrt