Kirchboot-Fahren,

etwas Besonderes, nun kennen schon viele Ruderkameraden das Feeling im Kirchboot zu sitzen; es scheint auch immer beliebter zu werden. Neben unserem ``Märkischer Adler´´ vom LRV Brandenburg waren über das verlängerte Himmelfahrtswochenende noch mindestens 3 weitere Boote dieser Art auf der Weser. Das beliebte Gruppengefühl, Ruderer aus 4 Berliner Vereinen – alle in einem Boot – macht diese Rudertour zu etwas Besonderen. Unser VL Jörg oder kurz ``Pisi´´ hatte sich mit der Platzverteilung richtig Gedanken gemacht, wer passt ruderisch und ergonomisch gut zusammen, was für das zügige Vorankommen von Vorteil ist. Die Bug- und Heckleute müssen sich mit geringerem Abstand der Rollbahnen zueinander arrangieren, kuscheln ist angesagt; eine optimale Längeneinstellung ist auch nur bedingt möglich, da müssen die ``Großen´´ halt durch. Beim Einbau von 2 mal 7 Ruderplätzen werden nun mal die Grenzen im Bootsbau erreicht und die sonst üblichen 1,40m pro Ruderplatz werden sicher nicht erreicht – hab’s aber nicht nachgemessen.



Kurzum – der ``Märkische Adler´´ läuft und im direkten Vergleich zu Gig-Vierern des RAW,das war klar, wer hier die Nachsicht hatte. Nun war aber die Ansage, Gemütlichkeit solle diese Wanderfahrt prägenund so ließ unser Profi-Steuermann``Pepe´´ das Schiff ein ums andere Mal halten. Wind und Strömung ließen aber nicht locker und mal li-rum und mal re-rum, da war immer Aufmerksamkeit erforderlich. Die locker 2 BRT(Bruttoregistertonnen) wollen wohl gezügelt sein, besonders bei den Anlegemanövern.

Fazit: Wunderschöne rd. 170 Kilometer beginnend auf der Fulda beim Mündener RV mit Stationen in Beverungen, Bodenwerder und Hameln endeten in Rinteln beim Wolfsburger MC. Direkt beim WSV Rinteln ist ein Slippen von Barken und Kirchbooten nicht möglich.



Auch erlebt: Ein Handicap traf uns zu Beginn unserer Fahrt, als das nagelneue Zugfahrzeug auf der Autobahn seinen Dienst versagte. Kleine Ursache, große Wirkung und wir saßen erstmal fest auf der Raststätte Bühleck. Mit Geduld und Hilfe von sehr netten Service-Leuten(ADAC) des Autohauses Schüppler aus Volkmarsen erreichten wir in den Nachtstunden unser Ziel. Ein Ersatzfahrzeug mit Anhängerkupplung und erforderlicher Zuglast von 1,7t wurde für uns in Paderborn ermittelt. Das Gepäck der anderen Fahrtteilnehmer, war dann aber noch ein anderes Problem. Tja sowas passiert eben und wer nichts unternimmt erlebt auch nichts. Wir für unseren Teil werden uns noch lange an die Kirchbootfahrt 2014 auf der Weser erinnern.



Teilnehmer:

- Friedrichhagener RV

- Berliner RC Aegir

- Spree RC Köpenick

- Richtershorner RV



Fotos: Jörg (Pisi) - FRV

Notizen: Ingo (Pingo) – RRV