7. Müggelsee – Achter – Regatta

Am 12.06.2004 war es wieder soweit. Der BRC Ägir lud die Vereine zum Müggelachter ein. Auch wir waren wieder mit drei Mannschaften am Start. Da sind zu nennen der Frauenachter und die beiden Achter der Männer, welche zum einen im B – Gig und zum anderen im C – Gig an den Start gingen. Das Boot dazu haben wir uns beim ESV Lok Schöneweide geliehen. Den Verantwortlichen hierfür nochmals Herzlichen Dank. Um 14:00 Uhr war der erste Start. Unser C – Achter machte sich mit der Startnummer 4 auf den Weg, bei sehr viel Wind und hohen Wellen, die 7 km lange Runde abzurudern. Ein paar kurze Schläge um das Boot in Schwung zu bringen und dann mit viel Speed auf den See. Bald schon musste man erkennen der Müggelsee ist heute ein zusätzlicher Gegner. Doch unsere Recken hatten Geschick bewiesen und Glück gehabt und somit Ihr Rennen sauber nach Hause gefahren. Mit der Startnummer 10 ging der B – Achter ins Rennen. Die Erwartungen der Zuschauer waren ebenso hoch wie die Hoffnung der Athleten welche im Boot saßen. So ist es auch zu erklären, dass die Mannschaft wieder einen gut einstudierten Start hinlegte, welcher nicht darauf schließen ließ, dass es sich hier um ein Langstreckenrennen handelt. Da sich das Wetter nicht entscheidend geändert hatte, war es für diesen Achter auch schwer den Wellen zu trotzen. Ein großes Glück ist es für uns ein so gutes Boot zu besitzen. Der Streckenschlag wurde aufgenommen und wir kämpften uns an die vor uns gestarteten Boote heran. Dank unserer guten Steuerleute haben wir an der Wende bislang immer gut abgeschnitten, was sich in diesem Jahr fortsetzte. Nun ging es eigentlich nur noch geradeaus ins Ziel. Doch plötzlich rief der Steuermann „Backbord l....“. Ja richtig, er konnte das Kommando nicht zu Ende aussprechen, bevor es schepperte. Wir hatten ein Segelboot am Heck berührt und dabei einen Skull verloren. Nun schien alles vorbei. Wir beruhigten uns aber sehr schnell und setzten das Rennen noch konzentrierter und energischer mit sieben Ruderern fort. Als wir am Bootshaus des BRC Ägir ankamen und das Signal für die Zieldurchfahrt hörten, waren wir froh, dass alles vorüber war. Im letzten Rennen gingen unsere Frauen an den Start. Sie hatten den Sieg im Vorjahr errungen und so hatten wir alles getan, um auch in diesem Jahr einen Frauenachter zu stellen. Bei etwas nachlassendem Wind waren die Bedingungen besser als bei den anderen Rennen. Selbstbewusst gingen die Frauen ins Rennen und absolvierten Ihre Runde ohne Probleme und nur wer die Zeit genommen hatte konnte ahnen wie der Zieleinlauf war. Die vier gestarteten Achter kamen in der Startreihenfolge in kurzen Abständen ins Ziel. Nun hieß es für alle Teilnehmer abwarten bis zur Verkündung der Rennergebnisse. Dann war es endlich soweit. Die Resultate wurden verlesen und die Sieger kamen aus anderen Vereinen. Sportlich fair gratulierten wir Ihnen und machten uns völlig enttäuscht und niedergeschlagen auf den Heimweg. Im Bootshaus angekommen legten wir die Boote trocken und dann tranken wir ein Bier zum Trost. Dann kam aus heiterem Himmel der Anruf einer Ruderkameradin die beim BRC Ägir zum feiern geblieben war. Was Sie uns berichtete war unglaublich und keiner wollte der Nachricht trauen, so schön Sie auch war. Alle dachten nur, warum passiert das zum wiederholten male uns? Was war eigentlich geschehen? Bei der Siegerehrung kam der C – Achter auf dem dritten Platz ein. Mit dem Wasser welches Sie auf dem See ins Boot bekamen waren Sie ja froh nicht abgesoffen zu sein. Und nun? Die Sensation, Sie hatten gewonnen. Der B – Achter (Siebener) wurde als Sechster gewertet. Wir hatten zwar mit einer besseren Platzierung gerechnet, aber was jetzt geschah macht uns alle sehr stolz und glücklich. Wir sind mit unserem Achter die schnellste Runde an diesem Tag gefahren und haben auch den Klassensieg errungen. Wie hatte das geschehen können? Den Veranstaltern war ein großer Fehler bei der Auswertung der Zeiten unterlaufen. So wurden dem B – Achter anfangs 9 Minuten zu viel angerechnet. Beim Frauenrennen war dieser Fehler nicht passiert und so blieb es bei dem dritten Platz. Auf diesen können unsere Frauen aber genauso Stolz sein. Als Fazit bleibt zu sagen, das wir nun bei unserer fünften Teilnahme 2004 das beste Mannschaftsergebnis erreicht haben. Getrübt wird das ganze nur von einem Wehmutstropfen. Wir wurden um das tolle Gefühl gebracht bei der Siegerehrung jubelnd vor die anderen Ruderer zu treten und unsere Pokale in Empfang zu nehmen. Abschließend möchten wir bemerken, dass wir dem Veranstalter wünschen die Fehler der letzten Jahre abstellen zu können und bieten dafür auch unsere Hilfe an.

--> Bilder von der Regatta