16. Hamburger Staffelrudern

Eine Woche nach dem Müggelachter fand in Hamburg am 19.06.2004 das Staffelrennen auf der Alster statt. In den vergangenen Jahren starteten wir dort mit dem Richtershorner Ruderverein als Renngemeinschaft. Über die Jahre nahmen immer mehr Ruderer unseres Vereins die Reise nach Hamburg und damit den Kampf mit Mannschaften aus ganz Deutschland auf sich. So lag der Wunsch mit einem eigenen Team an den Start zu gehen schon länger in der Luft. Und dieses Jahr konnten wir dieses Unternehmen in Angriff nehmen. Dies ist zum einen ein Verdienst des Übungsleiters Torsten Willert, der allen Schwierigkeiten zum Trotz, einer immer größer werdenden Schar an Kindern und Jugendlichen eine sportliche Heimstatt bietet und vom Anfänger über den Wanderruderer bis zum Leistungssportler jedem Anspruch nachkommt. Zum anderen sind da natürlich die vielen Mitglieder zu nennen, die Woche für Woche ihrem Sport nachgehen. Am Samstag früh begegneten sich also dynamische Jugendliche mit erfahrenen „Alten“, um acht lange Stunden zu zeigen, was wir beim ersten Versuch, auf eigenen Beinen zu stehen, leisten können. Unsere Taktik war es mit etwas stärkeren Mannschaften in Schwung zu kommen und nach einer Stunde allmählich in den Rhythmus mit festen Besatzungen umzusteigen. Jetzt begannen wir auch unsere Jugend ins Renngeschehen mit einzubeziehen. Dies klappte recht gut. Doch bald mussten wir feststellen, mit vier Mannschaften über die Zeit zu kommen wird für alle beteiligten sehr hart. Da sind zum einen die Sportkameraden die jede Runde im Boot sitzen und denen auch langsam die Kräfte schwinden und auf der anderen Seite die Ruderer die als Ersatzleute auf Einwechslungen warten und im Normalfall seltener dran kommen als sie gerne möchten. Wir zogen also unsere Option, einen Jugendvierer ins Rennen zu schicken, womit wir ein fünftes Boot und zwischen den Einsätzen eine Viertelstunde länger Zeit hatten. Von anfänglicher Skepsis geplagt, durften wir bald mit Freude der Jugend zuschauen und mussten eingestehen, dass es doch sehr ansehnlich war, was diese dort ablieferte. Nachdem die Zeitunterschiede durch den Start ausgeglichen waren, konnten wir uns mit den anderen Mannschaften gute und spannende Platzierungskämpfe liefern. Einige Boote mussten wir über die Zeit hinweg ziehen lassen, andere zogen davon, wurden aber durch eine starke, kämpferische Leistung wieder eingeholt und manches Team konnte sogar im Endspurt auf Distanz gehalten werden. Der Vormittag war von einigen Wetterkapriolen gekennzeichnet, die uns sogar Hagel bescherten. Ansonsten war das Wetter recht angenehm, was zu diesem gelungenen Tag beitrug. Sportlich ist zu erwähnen, das wir von 24 Mannschaften den 7. Platz in der Gesamtwertung belegten und in der Gruppe 2 von 16 Mannschaften den 6. Platz errungen haben. Wir sind also sehr zufrieden mit unserer Leistung und freuen uns schon auf das nächste Jahr.