Zielfahrt zum Tempelhofer Hafen

 

Ein Aufruf – „Hallo, mir fehlt noch eine Zielfahrt ... und ... Wer kommt mit?“, so rief der liebe Detti. Sehr schnell fanden sich „Ruderwillige“, und wir trafen uns am Sonnabend, dem 24. Oktober 2026. Um 10.00 Uhr wurden die Boote eingeteilt. Dies fiel uns überhaupt nicht schwer, da wir genau 9 Ruderinnen und Ruderer waren. Es sollte ein Achter sein, alle in einem Boot, und unser schöner C-Achter „Köpenick“ wurde zu Wasser gelassen.

Bei kühlem Wetter, noch ohne Regen, aber mit starken Windböen ging es los. Uta saß in bester Laune und schicker „Steuermannsfrauenkluft“ auf der wichtigen Steuermannsposition und feuerte uns sofort richtig an. Eine/r wollte rückwärts losrudern ... Oh, die „Knüppel“ waren irgendwie in einer falschen Richtung ausgerichtet. Aber es wurde bemerkt und herzlich gelacht.

Im Teltowkanal, wo wir schönes Herbstwetter und auch Ruderwasser hatten, hielten wir kurz an und zogen uns bereits die ersten warmen Sachen aus. Und los ging’s. Detti rief: „1. Brücke!“ Es wurde unendlich gezählt: Bloß nicht verpassen, zu zählen, nicht falsch zählen – das kostet ’ne Lage. Es wurden 62 durchruderte Brücken... Was will man in Venedig? Berlin kann da voll mithalten.

Weiter ging es im Teltowkanal in Richtung Schleuse Neukölln. Einmal Halt beim Ruderclub Wiking, Steuerfrau/Steuermann tauschen. Jede/r darf mal ran... Kurze Pause, etwas trinken und einen Snack essen. Weiter ging es, wenige Boote auf dem Wasser, sehr schön. Es wurde ordentlich geschwatzt und gelacht, so erfuhr man u. a. etwas über Autos, ob man wollte oder nicht.

Von der Schleuse Neukölln aus – volle Wendung – ging es weiter im Kanal, vorbei an den Gewerbegebieten und sehr schöner Herbstbelaubung. So mancher schaute interessiert von der Brücke herunter, weiter ging’s. Und nicht das Zählen vergessen (28. Brücke...). Angekommen im Hafenbecken des Tempelhofer Hafens wagten wir den Stunt, legten an, stiegen aus, sicherten unseren Achter.

Unser Publikum machte für uns noch ein paar Fotos zur Erinnerung. Ich bin nicht ins Wasser geplumst, danke für die Hilfe. Im Café Lebensart (direkt am Hafen) wurden wir sehr nett begrüßt und bedient. Bei leckerer Torte, Nussecken, Suppe und warmer Speise haben wir es uns gut gehen lassen. Es wurde angestoßen mit Brause, Apfelschorle, Milchkaffe, dunklem Weißbier - auf uns! Allen wurde richtig warm, es wurde geschnattert, es wurden Rezepte ausgetauscht, so konnte man erfahren wie man Eierkuchen auch ohne Eier machen kann und sie auch noch schmecken...

Um nicht in den angekündigten Nachmittagsregen zu kommen, machten wir uns dann langsam auf, wieder in den Acher zu steigen und unsere Rückfahrt zu beginnen. Wir genossen wohl alle unsere „Tour“: ruhig, keine Trainingseinheit, es war einfach nur schön. Es fing an zu nieseln, es wurden weiter Brücken gezählt, Steuerfrau/Steuermann getauscht und Bodo steuerte uns sehr „sportlich“ am Ufer des Teltowkanals vorbei, nach Hause. Hinter uns lagen nun 34 Kilometer.

Wir haben alle eine sehr schöne Ausfahrt erlebt, es hat allen viel Spaß bereitet.

Vielleicht bis nächstes Jahr, lieber Detti?

Liebe Grüße, eure Susi So.