Wandertag mit winterlichem Zuckerguss

 

Am Samstag, den 14.02., trafen sich alle wanderwilligen Mitglieder unseres Rudervereins pünktlich um 10:00 Uhr am Parkplatz an der Maiwiese in Woltersdorf. Besonders erfreulich: Es hatten sich nicht nur viele Mitglieder angemeldet, sie waren auch tatsächlich alle erschienen (ich habe 25 gezählt) – das ist ja bekanntlich keine Selbstverständlichkeit .

Nach ein paar Tagen Tauwetter hatte der Winter am Samstag noch einmal kurz das Kommando übernommen. Minusgrade und ein mit Schnee verzuckerter Waldboden sorgten für eine stimmungsvolle, fast schon postkartenreife Kulisse.

Ein großes Dankeschön geht an Thomas P. und Carsten R.. Wie uns Thomas berichtete, hatte Carsten die Wanderung geplant und sogar einen kulturellen Programmpunkt eingebaut. Aufgrund seiner Hüft-OP im Dezember konnte er die Tour jedoch weder vorab ablaufen noch selbst daran teilnehmen. Thomas übernahm kurzerhand – und führte uns souverän durch den tiefen Wald.

Geplant war ein Besuch des Filmmuseums Woltersdorf im Aussichtsturm auf dem Kranichsberg, das an die Zeit um 1918–1920 erinnert, als Woltersdorf als „märkisches Hollywood“ galt. Aufgrund der winterlichen Wegverhältnisse mit reichlich Eis und der Tatsache, dass das Museum aktuell ohnehin geschlossen ist, blieb es bei der Theorie. Aber: Thomas wusste Interessantes zu berichten, und so starteten wir anschließend gut informiert zur Wanderung um den Flakensee.

Die Tour insgesamt war sehr moderat angelegt – niemand musste ernsthaft nach Luft ringen. Für mich persönlich war es ein entspannter Spaziergang mit vielen Gelegenheiten, über die wichtigen Dinge des Lebens mit verschiedenen Sportfreunden zu plaudern.

Nach etwa drei Stunden und zwei kleinen Pausen zum Naturgenießen erreichten wir schließlich das Gasthaus „Klabautermann“, das freundlicherweise seinen gesamten Saal für uns reserviert hatte. Dort stießen auch noch einige etwas "gehbeeinträchtigte" Mitglieder zu uns, sodass wir gemeinsam speisen konnten. Wie bei solchen Anlässen nicht ganz unüblich, machten an dem einen oder anderen Tisch auch ein paar kurze Runden die Runde.

Das Essen wurde einhellig als sehr lecker gelobt – das Gasthaus ist also absolut empfehlenswert. Kleiner Zusatzbonus: Man kann dort sogar mit dem Ruderboot anlegen, direkt am Flakensee.

Nach dem Mittagessen löste sich die Gruppe größtenteils auf. Der sogenannte „harte Kern“ kehrte auf dem Rückweg zum Parkplatz noch in ein Café ein. Was dort genau geschah und wie lange das dauerte? Man weiß es nicht. 

Die Wanderung war wie geplant etwa 7,5 Kilometer lang und hat mir einen rundum schönen Samstag beschert. Wenn es diese Tradition nicht schon gäbe – man müsste sie glatt erfinden.

(Berit)

 
Gabriela Meylahn